Von Koppl über Gmunden nach Wien

von Mia

Nach einem Tag in Salzburg und zwei halben Tagen zum Aklimatisieren in Österreich, machten wir uns am Mittwoch wieder auf den Weg.

Unserem guten ADAC Autoatlas folgend fuhren wir am Mittwoch relativ spät über die Romantikstraße Österreichs, die wirklich an wunderschönen Orten und – sehr wichtig – zwischen den Bergen hindurch führt. So musste Bob sich nicht mit allzu vielen Steigungen quälen und wir hatten die ganze Zeit eine großartige Aussicht. Besonders rund um den Traunsee war die Landschaft einfach atemberaubend. Dort habe sogar ich endlich die Faszination vieler Menschen für die Berge verstanden und das trotz grauer Wolken und zeitweiligem Nieselregen.

Leider wurde uns die Fahrt etwas durch klapprige Geräusche vermiest, die Bob nach und nach von sich gab. Also: rechts ran, nach dem Rechten schauen. Der Keilriemen gab schon wieder quietschige Geräusche von sich und so hat Silas den Mechaniker unseres Vertrauens, Willi Schmits, angerufen. Der hat gelacht und uns geraten, den Keilriemen einfach mal nachzuziehen. Der war schließlich neu und hätte nach knapp 100 Kilometern einmal straff gezogen werden müssen – uups… Also haben wir unseren ersten Keilriemen bearbeitet und uns hinterher wie echte Autoprofis gefühlt. Weiter gefahren, noch mehr komische Geräusche – ab zur Werkstatt. Die Mechaniker bei Gmunden waren kurz vorm Feierabend. Der Experte für VW hat einmal hingehört und meinte, da sei das Teil für den Auspuff locker, nicht schlimm, einfach mal nachziehen lassen, nur nicht bei uns, weil Feierabend.

Das klang schon mal alles halb so wild. Wir hatten dann aber auch nicht mehr so große Lust, viel weiter zu fahren und sind aus dem (nicht so schönen) Gmunden raus und ein Örtchen weiter auf einen Gasthof gefahren. Der unglaublich nette Siegi hat uns dann gerne eine Nacht hinter seiner Scheune mit großartigem Ausblick schlafen lassen. Falls von euch mal jemand nach Gschwandt kommen sollte, geht beim Siegi essen! 🙂

Unsere Route auf der Romantikstraße – nicht besonders weit, dafür wunderschön!

Am nächsten Morgen ging es dann weiter, um bei Micheldorf beim ÖAMTC, dem österreichischen Pendant zum ADAC, zu halten. Leider war der Mechaniker deutlich jünger als unser Auto und konnte mit unserer Bitte nicht wirklich viel anfangen. Er hat dann an ein paar Schrauben gedreht und das Geräusch war kurzzeitig verschwunden. Weiter ging’s!

Allerdings waren wir jetzt schon relativ hoch. Plötzlich trugen sämtliche Berggipfel Schnee und dann kamen tatsächlich 3-4 Flocken heruntergerieselt. Für mich und Silas das Signal, die Romantikstraße romantisch sein zu lassen und auf die Autobahn Richtung Wien zu brettern. Kaum runter von den Bergen, schien auch die Sonne und mit den nachmittäglichen Sonnenstrahlen kamen wir auf einem kleinen Campingplatz in Wien West an.

Anderthalb Tage haben wir mit viel heißem Tee in strömendem Regen verbracht. Zum Glück hat unsere Anti-Regenplane einiges aus- und uns sehr trocken gehalten. Am Samstag wurde es sonnig und wir haben uns zwei Tage lang das schöne Wien angeschaut: Viele alte Steine, die schöne Donau und ganz viel Sonne!

Wir sind aufgrund von ein paar kleineren Fachhochschul-Problemen, die stabiles Internet verlangten, dann doch etwas länger als geplant in Wien geblieben. Im Nachhinein finden wir das beide ziemlich gut, denn wir haben gemerkt, wie sehr es uns entschleunigt hat, einfach mal für ein paar Tage an einem Ort zu bleiben. Morgen geht es dann weiter nach Ungarn, zuerst nach Esztergom, dann nach Budapest!

 

4 Gedanken zu „Von Koppl über Gmunden nach Wien

  1. Matthias sagt:

    „Dort habe sogar ich endlich die Faszination vieler Menschen für die Berge verstanden …“ Super! Das ganze Gerede und die vielen Dias von früher bringen nichts – man muß sie sehe und spüren, die Berge!

  2. Silvia sagt:

    Danke, das ihr eure Erlebnisse so gut beschreibt und sie auf diese Weise mit uns teilt! Ich kann mir jetzt besser vorstellen, wie es euch geht!

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