Im Herzen des Weinlandes: Sighnaghi

von Mia

Von Tbilisi aus machen wir uns auf den Weg nach Sighnaghi, das mitten in der Wein-Region Kachetien liegt.


Sighnaghi ist ein kleines Örtchen auf einem Hügel. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick über weite Felder und auf den Kaukasus, der im Hintergrund alles überragt. Es gibt viele schick gemachte alte Gebäude sowie eine alte Befestigungsmauer. Ansonsten ist hier eher nicht so viel los.

Silas und ich spazieren durch die Gegend, essen ziemlich viel und verbringen dann eine Nacht auf dem Parkplatz vor der Polizeistation. Dort retten wir das Privatauto eines Polizisten davor in die Luft zu gehen. Während wir Bob abschließen und losgehen wollen, hört Silas ein leises „puff“-Geräusch und weist mich daraufhin, dass der linke hintere Reifen des anderen Wagen Feuer gefangen hat. Ich winke dem Polizisten zu und rufe: „Hey! Your car is burning!“ Er nickt, kommt gemächlich herüber und lächelt: „Not a good car.“ Wir lachen, er geht zum Reifen und beginnt zu pusten. Das Feuer wird größer… Mehr Polizisten kommen hinzu, fachsimpeln und diskutieren, während der Kollege pustet. Eine Frau will Wasserflaschen aus dem zweiten Stock werfen, doch der Pustende hält sie davon ab. Das sei wohl übertrieben. Dann bricht plötzlich eine Stichflamme hervor. Ein anderer Polizist zieht den Pustenden gerade noch rechtzeitig zur Seite. Die Frau wirft die Flaschen. Das Wasser landet zur Hälfte auf dem Boden. Die Reste in den Flaschen werden von zwei Polizisten eingesammelt und auf die Flamme gekippt. Es zischt noch einmal und dann ist das Feuer aus. Ich glaube, so viel Aufregung gab es in Sighnaghi schon lange nicht mehr. Erst jetzt fällt Silas ein, dass wir ja einen Feuerlöscher gehabt hätten. Aber wir waren wohl einfach zu fasziniert von der Professionalität der georgischen Polizei, um daran zu denken.

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